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Teichpflege im Sommer

Auch in den Sommermonaten braucht ein Gartenteich die richtige und ausreichende Pflege. Mit der richtigen Teichpflege im Sommer erhalten Sie einen gesunden Teich und verringern die Pflegearbeiten im Herbst. Vermehrtes Algenwachstum und Sauerstoffmangel sind die am häufigsten auftretenden Probleme im Sommer.

Teichpflege im Sommer

Pflege der Teichepflanzen

Ab Mai werden Ihre Teichpflanzen langsam durchstarten und kräftig wachsen. Pflanzen, die stark wachsen und dadurch andere Teichpflanzen verdrängen können, sollten Sie während des Sommers regelmäßig zurück schneiden. Seerosen sollten bei Bedarf zusätzlich von Anfang Mai bis Ende August mit geeignetem Dünger für Gartenteiche gedüngt werden. Mit zusätzlicher Düngung werden Ihre Seerosen intensiver und kräftiger blühen. Abgestorbene Teichpflanzen oder Pflanzenteile sollten in regelmäßigen Abständen entfernt werden, um zu verhindern, dass diese auf den Teichboden sinken und dort verrotten. Je weniger organische Stoffe sich am Teichboden sammeln können, desto niedriger bleibt die Menge an Teichschlamm, die sich am Bodengrund sammelt.

Unterwasserpflanzen, wie z.B. Hornblatt (Hornkraut) oder Wasserpest, sollten Sie nur dann schneiden, wenn diese stark wuchern. Unterwasserpflanzen führen dem Teich wichtigen Sauerstoff zu und nehmen viele Nährstoffe auf. Damit reduzieren sie einen Sauerstoffmangel, welcher oftmals in den Sommermonaten vorkommt und reduzieren durch die Aufnahme von Nährstoffen das Algenwachstum.

Wasserwerte prüfen und auf Sauerstoffmangel achten

Von Mai bis August sollten Sie neben der Wassertemperatur auch die Wasserwerte, am besten wöchentlich, messen. Dazu verwenden Sie am einfachsten Teststreifen mit den wichtigsten Wasserwerten. Teststreifen erhalten Sie oftmals schon im Supermarkt in der Tierableitung. Dabei spielt es keine Rolle, wenn es sich hierbei um Teststreifen für Aquarien handelt.

In den heißen Sommermonaten kann sich das Wasser in kleinen und flachen Teichen sehr schnell erwärmen. Zu warmes Wasser führt zu einer schnellen Vermehrung von Algen und kann dadurch einen Sauerstoffmangel im Teich auslösen, der zum Tod der Teichfische führen kann. Um dies zu verhindern sollten Sie Ihre Wassertemperatur im Auge behalten und bei Bedarf dem Teich kaltes Wasser zuführen. Nach Möglichkeit sollte eine Temperatur von 22 Grad nicht überschritten werden.

Aber auch große und tiefe Teiche können mitunter zu warm werden, wenn ein Filtersystem angeschlossen ist. Die Teichpumpe befindet sich meistens an der tiefsten Stelle des Teiches und pumpt das kühlere Wasser durch den Filter zurück in den Teich. Dadurch kann keine Schichtung des Teichwassers entstehen und das kühlere Wasser wird mit der oberen Wasserschicht vermischt und erwärmt sich.

Algen im Teich entfernen

Entfernen Sie regelmäßig Fadenalgen aus Ihrem Teich. Diese können Sie mit einem Kescher abschöpfen oder auch mit Hilfe eines Stockes „aufdrehen“. Das drehen mit einem Stock hat den Vorteil, dass man auch Fadenalgen entfernen kann, die in Teichpflanzen eingewachsen sind und diese auf den Stock aufgewickelt werden.

Bei einer plötzlich auftretenden Algenblüte sollten Sie sich auf die Ursachensuche begeben. Haben Sie vor kurzem Arbeiten am Teich ausgeführt, kann der Grund dafür aufgewirbeltes Sediment sein, was den Algen jetzt als Nährstoff zur Verfügung steht. Haben Sie keine oder nur wenige Unterwasserpflanzen, sollten Sie Ihren Bestand aufstocken. Diese Pflanzen entziehen den Algen viele Nährstoffe und verringern das Wachstum. 

Ebenfalls können Sie die Verwendung eines UVC-Klärer in Betracht ziehen. Nur im Notfall sollten Sie gleich zu Algenvernichtungsmitteln greifen. Diese können bei falscher Dosierung andere Pflanzen und Teichlebewesen schädigen. Zudem bekämpfen Algenmittel nur die aktuelle Algenproblematik und die Ursache dieser. Nach dem Nachlassen der Wirkung wird die nächste Algenblüte nicht lange auch sich warten lassen.

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