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Feuchtzone – Uferzone anlegen

Die Uferzone bzw. Feuchtzone grenzt den Gartenteich zum Teichumfeld ab und liegt noch innerhalb der eigentlichen Teichfläche, liegt aber oberhalb des Wasserspiegels. Hier wachsen Teichpflanzen, die keinen direkten Wasserkontakt brauchen, aber eine feuchte Umgebung bevorzugen. Die Ufer- oder Feuchtzone kann man direkt aus der Sumpfzone übergehen lassen. Im Anschluss an die Uferzone muss aber eine Kapillarsperre vorhanden sein, um zu verhindern, dass Teichwasser vom umgebenden Teichumfeld aus dem Teich aufgenommen wird.

Uferzone - Feuchtzone

Gestaltung der Ufer - und Feuchtzone

Die Uferzone kann direkt aus der Sumpfzone entspringen. Dazu lässt man das Bodensubstrat langsam bis zum Rand ansteigen, bis dieses über dem Wasserspiegel des Teiches endet. Oft wird der Uferzone wenig Platz zugesprochen und der Übergang ist oftmals sehr steil. Mit der Zeit wird dadurch das Bodensubstrat durch Wasserbewegung, Regen und im Winter durch die Bewegung der Eisfläche, abgetragen und in den Teich transportiert.

Um dies teilweise zu vermeiden, kann man die Uferzone stufenartig gestalten und mit größeren Steinen, Ästen oder Wurzelstöcken Abgrenzungen erstellen, die ein Abrutschen des Bodensubstrates verzögern. Auch viele Pflanzen für den Uferbereich sichern mit ihren Wurzeln das Substrat.

Durch die glatte Oberfläche der Teichfolie hat aber das Bodensubstrat, selbst wenn es von Teichpflanzen durchwachsen wurde, keinen festen Halt und wird dennoch nach und nach in die Sumpfzone abrutschen.

Uferzone dauerhaft sichern

Oft sieht man an Gartenteichen einen Rand aus größeren Steinen, der die eigentliche Uferzone darstellt und den Teich vom Teichumfeld abgrenzt. Dies wirkt nicht nur unnatürlich, man verschenkt auch die Möglichkeit, schöne und reichblühende Teichpflanzen anzusiedeln.

Um die Uferzone mit Pflanzen zu besiedeln, gibt es verschiedene Ansätze und Möglichkeiten.

Böschungsmatten aus Kokos

Im Handel gibt es von verschiedenen Herstellern Matten oder Netze aus Kokosfasern. Diese werden am Teichrand ausgerollt und mit Substrat überdeckt. Befestigt werden Matten aus Kokos entweder mit Steinen oder besser mit Erdnägeln. Dazu legt man die Böschungsmatte oder das Netz über den Teichrand hinaus und legt Steine bzw. steckt Erdnägel in regelmäßigen Abständen in die Erde.

Ein großer Nachteil von Teichmatten, Böschungsmatten oder Netzen aus Kokos ist, dass diese in einiger Zeit Verrotten und somit die Uferzone keinen festen Halt mehr hat und es wieder zu einem Abrutschen der Ufer- bzw. Feuchtzone kommt.

Ufermatten und Teichmatten aus Kunststofffasern

Besser geeignet sind Teich- und Ufermatten aus Kunststofffasern. Diese können direkt mit einem speziellen Kleber an die Teichfolie geklebt werden. Ein weiterer und unschlagbarer Vorteil gegenüber Teichmatten aus Kokos ist, dass diese nicht Verrotten und somit die Uferzone dauerhaft sichern.

In die Struktur dieser Matten kann Sand eingeschlämmt werden, welcher den Pflanzen einen zusätzlichen Halt bietet. Teichpflanzen kann man mit dem Ballen direkt auf die Ufermatte drücken. Nach kurzer Zeit werden die Teichpflanzen anwurzeln und die Ufermatte besiedeln. Ebenfalls kann man auch Teichpflanzen durch direktes Aussähen von Samen auf die Ufermatte besiedeln. Einige Hersteller bieten je nach Bedarf verschiedene Saatmischungen an.

Letzte Aktualisierung am 21.08.2019 um 15:50 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Kapillarsperre

Die Uferzone sollte zudem über eine Kapillarsperre verfügen, welche zwei wichtige Aufgaben erfüllt. Zum einen verhindern sie, dass Wasser durch das Teichumfeld aus dem Teich entzogen (Kapillarwirkung) wird. Zum anderen verhindert sie das Einwurzeln von Pflanzen außerhalb des Gartenteiches und das einspülen von gelösten Nährstoffen aus dem Teichumfeld.

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