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Fertigteiche – Einbau, Vor- und Nachteile

In Baumärkten und im Fachhandel gibt es eine Vielzahl an verschiedene Fertigteichen in unterschiedlichen Größen und Formen. Fertigteiche (Teichschalen) bieten die Möglichkeit, Teiche ohne Teichfolie und Teichvlies im Garten zu bauen. Teichschalten bieten sich vor allem vor den Einstieg in das Hobby Gartenteich an.

Fertigteiche

Teichschalen und Teichbecken

Kleinere Fertigteiche werden meist aus Polyethylen hergestellt und sind für maximal 1000 Liter Wasser geeignet. Dadurch ist man in der Gestaltung und Bepflanzung sehr eingeschränkt. Bei kleineren Becken sind oftmals auch nur 2 Teichzonen vorgesehen, die aber durch ihre geringe Breite keine wirklich ausreichende Pflanzzone zur Verfügung stellen, um den Teich anspruchsvoll zu Bepflanzen.

Die Trennung der verschiedenen Zonen erfolgt durch eine sehr unnatürlich wirkende Wulst (Kehle) aus Plastik und der Übergang zur nächsten Stufe ist unnatürlich steil. Für den Austausch von Wasser verfügen die Zonen meist über zwei oder drei Unterbrechungen in der Abtrennung der Zonen. Diese reichen allerdings für einen ausreichenden Austausch des Wassers nicht aus. Auch sind Tiefe und Fläche des Teichgrundes nicht ausreichend und im Winter besteht die Gefahr, dass der Fertigteich komplett zufriert.

GFK Fertigteiche

GFK Fertigteiche unterscheiden sich bei Herstellung von Fertigteichen aus Kunststoff und bestehen aus mehreren Schichten glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), welches z.B. auch beim Bootsbau zum Einsatz kommt. Dadurch erhalten sie eine höhere Stabilität und sind auch für größere Becken geeignet. Zu finden sind GFK Teichbecken bis zu ca. 25.000 Liter Wasservolumen.

Fertigteiche aus GFK unterscheiden sich meist nur von der Größe des Beckens und der Oberfläche der Beckenwand. Diese ist bei GFK Becken auch rauher zu finden und wirkt dadurch etwas natürlicher als die glatten Beckenwände von Kunststoffbecken. Auch in GFK Teichbecken sind 2 bis 3 Teichzonen zu finden und unterscheiden sich in Aussehen und Größe kaum von den Zonen der Kunststoffteiche.

Eingeschränkte Gestaltung und Bepflanzung

Durch die vorgegebene Form und die enthaltenen festen Teichzonen ist man in der Gestaltung und der Bepflanzung von Fertigteichen sehr eingeschränkt. Die Zonen bieten kaum Platz für eine ausreichende und natürliche Bepflanzung, um ein stabiles Teichklima zu schaffen

Einbau von Fertigteichen

Der Einbau von Fertigteichen ist nicht unbedingt einfacher und zeitsparender wie der Bau eines Folienteiches. Zwar spart man sich die Zeit, die das Verlegen von Teichvlies und Teichfolie benötigt, aber auch das Einbauen eines Fertigteiches kann durchaus einige Zeit dauern.

Genau wie bei Folienteichen muss zuerst die Teichgrube ausgehoben werden. Diese sollte 10 bis 20 cm Meter breiter als der Teichrand sein. Dazu markieren Sie die Umrandung mit einem Schlauch oder einer Schnur. Die Teichgrube sollte 10 Zentimeter tiefer als das Teichbecken sein. Der Boden unter dem Becken sollte mit einer 10 cm dicken Schicht Sand bedeckt werden. Sie können nun mit dem Aushub der Uferzone beginnen. Haben Sie die passende Tiefe der Uferzone erreicht, stellen Sie das Teichbecken in die Teichgrube und markieren Sie die Umrisse der nächsten Zone. Auch hier sollte der Abstand zum Beckenrand 10 bis 20 cm betragen.

Haben Sie die Teichgrube passend ausgehoben, muss nun der Boden der Teichgrube mit einer Schicht aus Sand befüllt werden. Mit Hilfe einer Wasserwaage muss sichergestellt werden, dass sich das Teichbecken in der Waagrechten befindet. Füllen Sie den Fertigteich anschließend bis zu einem Drittel mit Wasser und prüfen Sie dabei immer die Waagrechte.

Nun können Sie damit beginnen, die Teichgrube wieder zu füllen. Verwenden sie dazu entweder den Aushub oder besser noch Sand. Füllen Sie die Grube bis zum Erreichen des Wasserstandes auf und verschlämmen Sie unter ständigem Verdichten mit Hilfe einer Holzlatte den Aushub oder Sand. Dabei sollten Sie wiederrum ständig die Waagrechte kontrollieren. Durch das Schlämmen und die Verdichtung erzielen Sie eine optimale Standfestigkeit des Teichbeckens. 

Im Anschluss befüllen Sie den restlichen Teich mit Wasser und lassen diesen mehrere Stunden, besser über Nacht, stehen und füllen dann erst den Rest der Teichgrube unter Verdichten und Verschlämmen vollständig auf

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