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Sumpfzone im Gartenteich anlegen

Die Sumpfzone sorgt in Verbindung mit der Flachwasserzone und der Tiefwasserzone für ein gutes Teichklima. In dieser Teichzone wachsen viele verschiedene Teichpflanzen. Teichbewohner wie Frösche, Molche und Wasserinsekten finden hier viele Versteckmöglichkeiten. Auch Vögel kommen gerne zum trinken und baden in die Sumpfzone.

Sumpfzone im Gartenteich anlegen

Lage der Sumpfzone

Diese Teichzone schließt direkt an die Uferzone an und kann mit größeren Steinen von der Flachwasserzone abgetrennt oder aber fließend in die Flachwasserzone übergehen. Beim Anlegen der Sumpfzone sollten Sie darauf achten, dass Sie diese nicht an einer Stelle anlegen, von der Sie später den Teich sehen und beobachten wollen. Pflanzen in der Sumpfzone werden mitunter sehr hoch und dicht und können Ihnen unter Umständen die freie Sicht auf den Gartenteich versperren.

Gestaltung der Sumpfzone

Idealerweise lässt man die Sumpfzone vom Teichrand leicht in Richtung Flachwasserzone abfallen. Durch das leichte Gefälle und dem dadurch zunehmenden Wasserstand kann der benötigte Wasseraustausch stattfinden. Zudem bietet ein leichtes Gefälle dieser Zone Teichbewohnern die Möglichkeit, das Wasser einfach zu verlassen.

Die Sumpfzone sollte 1/3 der Teichfläche ausmachen und mindestens 30 Zentimeter breit sein. Um viele verschiedene Sumpfpflanzen anzusiedlen, sollte diese Teichzone bis zu einer Wassertiefe von ca. 20 leicht abfallen. Mit Wurzelstöcken oder größeren Steinen schaffen Sie Abwechslung bei der Gestaltung. Auch Wurzelstöcke werden nach einiger Zeit mit Moos bewachsen, was das natürliche Erscheinungsbild dieser Teichzone weiter erhöht.

Bodensubstrat in der Sumpfzone

Wie in allen Teichzonen und für fast alle Teichpflanzen eignet sich ein Gemisch aus Sand und Lehm bzw. Ton als Bodensubstrat zum pflanzen. Eine Höhe des Substrates von ca. 10 cm ist für einen festen Halt der Pflanzen ausreichend. Empfohlen wird auch immer wieder ein torfhaltiges Substrat. Dieses kann mit einer Schicht Sand oder Kies bedeckt werden. In der Praxis hat sich aber immer gezeigt, dass bei der Teichpflege oder durch Teichbewohner das Substrat aufwirbelt und somit das Wasser trübt. Nährstoffe die dadurch gelöst werden, gelangen auf diesem Weg in den Teich und fördern das Algenwachstum.

Teichpflanzen in der Sumpfzone

Für die Sumpfzone eignen sich Teichpflanzen, die ständige Feuchtigkeit (Staunässe) bevorzugen, aber mit kurzzeitiger Überschwemmung oder flacheren Wasserständen zurechtkommen. Sumpfpflanzen benötigen in der Regel nährstoffreiche Böden. Bei einer Neubepflanzung müssen Sie den Sumpfpflanzen eventuell Nährstoffe in Form von Düngertabletten oder Düngerkegeln zuführen, bis diese angewachsen sind. Sind die Sumpflanzen erst einmal angewachsen, reicht der anfallende Schlamm durch Sedimente für die Nährstoffzufuhr aus. 

Pflege der Sumpfzone

Fühlen sich die Teichpflanzen in der Sumpfzone wohl, wachsen viele Arten sehr schnell und üppig. Bei der Teichpflege im Frühjahr oder Herbst sollten raschwüchsige Arten ausreichend ausgedünnt werden. Um ein zu starkes Ausbreiten der Pflanzen zu verlangsamen, können Sie diese Arten in Pflanzkörbe setzten.

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